Hilfe bei ungewollten Abos

youporn.dating - Hilfe bei Problemen mit Corebytes S.A.R.L AU

Mahnung von der Datingseite youporn dating der Corebytes S.A.R.

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Corebytes S.A.R.L AU – Ratgeber von Kanzlei Hoffmann

youporn.dating kündigen: Tipps vom Rechtsanwalt

Rechnung oder Mahnung wegen youporn.dating erhalten — und das Portal sagt Ihnen nichts? Dahinter steckt die Corebytes S.A.R.L AU, die über diesen Namen ein Datingportal betreibt. Hier erfahren Sie, was dahintersteckt und wie Sie die Forderung abwehren.

youporn.dating kein Porno-Portal

Anders als es der Name vermuten ließe, handelt es sich bei youporn.dating um kein Porno-Portal. Darauf weist auch ein Hinweis auf der Startseite hin: „Auch wenn der Name vielleicht auf etwas anderes hindeutet – wir sind ein klassisches Dating-Portal und haben keine pornographischen Inhalte.“

Doch was versteht youporn.dating unter einem klassischen Datingportal? Angeblich „Spaß ohne Ende“. Außerdem gebe es „keine Tabus…langweilig ist woanders“. Um den „Spaß“ zu beginnen, muss man zunächst einige banale Fragen beantworten, während gleichzeitig Bilder von Frauen angezeigt werden. Dies wirkt jedoch wenig aufrichtig, wenn man den Hinweis auf der Startseite aufmerksam gelesen hat. Danach sind die auf der Webseite dargestellten Personen nicht zwangsläufig Mitglieder in dem Portal, sondern es kann sich dabei auch um Schauspieler handeln.

Fake-Timer und Schnupperphase locken in das Abo

Schnupperphase bei youporn.dating

Zudem läuft ein Timer herunter, mit dem Hinweis, dass es nur noch kurz verfügbar sein soll. Was genau das sein soll, wird jedoch nicht erklärt. Völlig absurd ist hingegen, dass der Timer einfach wieder von Neuem zu laufen beginnt, wenn er abgelaufen ist. Ganz offensichtlich soll der Timer die Nutzer zu schnellem Handeln verleiten

Das Verwenden eines solchen Fake-Timers wird als manipulative Praktik in Form von „Dark Patterns“ bezeichnet. Die EU-Kommission hat erst kürzlich zahlreiche Online-Shops auf den Einsatz derartiger unzulässiger Methoden untersucht. EU-Justizkommissar Didier Reynders bezeichnete den Einsatz von Dark Patterns als eindeutig rechtswidrig und Verstoß gegen die Verbraucherschutzregeln.

Externes Partnerangebot von Corebytes S.A.R.L AU

Hat man die Eingangsfragen beantwortet, wird einem ein „Gutschein“ angezeigt. Mit diesem könne man eine Schnupperphase für 14 Tage ohne Risiko ausprobieren. Anschließend hat man die Wahl zwischen zwei Varianten von Mitgliedschaften: „Premium-Mitgliedschaft“ und „Light-Mitgliedschaft“. Hauptunterschied ist offenbar, dass Light-Mitgliedschaft nur 2 statt 12 Monate läuft und automatisch endet. Beide Pakete sollen 44,44 € pro Monat kosten.

Danach muss man seine persönlichen Daten inkl. Handynummer und E-Mail-Adresse eingeben. Anschließend wird einem noch einmal eine Zusammenfassung angezeigt. Im Kleingedruckten findet sich dort auch der Gesamtpreis von 533,28 € bei einer Laufzeit von 12 Monaten. 

Allerdings findet sich in der Zusammenfassung zusätzlich noch ein „Externes Partnerangebot“ für ein Angebot bei „LIEBEforscht“. Dies soll noch einmal 249,00 € kosten. Auch über diese Webseite, die von der Sunny Side Media EOOD betrieben wird, habe ich bereits einen eigenen Artikel verfasst.

Zudem ist dieses Angebot vorausgewählt, so dass man es aktiv deaktivieren muss, wenn man dies nicht möchte. Vor allem da dieses Angebot in keinem Zusammenhang mit der Seite youporn.dating steht, ist die Gestaltung der Bestellseite in dieser Form nach meiner rechtlichen Auffassung unzulässig.

Corebytes S.A.R.L AU verschickt Mahnungen von mehreren Inkassounternehmen

Das Vorgehen von youporn.dating ähnelt vielen anderen Datingportalen. Es wird mit wenig Aufwand ein angebliches Datingportal aufgebaut, dessen echter Mehrwert fragwürdig ist. Anschließend wird jedoch mit großem Aufwand dafür gesorgt, die angeblich fälligen Mitgliedsbeiträge einzutreiben. Dafür werden regelmäßig Inkassounternehmen und Rechtsanwaltskanzleien beauftragt.

Im Fall von youporn.dating werden gleich zwei verschiedene Inkassounternehmen mit der Eintreibung der Forderungen beauftragt. Dies ist zum einen die eCollect AG und zum anderen die Culpa Inkasso GmbH. Beide Inkassounternehmen sind bekannt dafür, angeblich fällige Beträge von Datingportalen einzutreiben. Beauftragt werden die Inkassobüros von der Corebytes S.A.R.L AU, die im Impressum von youporn.dating als Betreiber angegeben wird. Der Sitz des Unternehmens ist in Marokko. Allerdings ist zudem eine Niederlassung für Europa in der Schweiz angegeben.

Werden die Mahnungen nicht gezahlt, folgen wenig später zudem Mahnschreiben von “InkassoVonMorgen”.

Wie kommt es zu den Mahnungen für youporn.dating der Corebytes S.A.R.L AU?

Rechnung YouPornDating

Viele der Betroffenen können sich nicht erklären, wie es zu einem Vertrag mit den Datingplattformen gekommen sein soll. In Zusammenhang mit anderen Datingportalen berichten mir Betroffene häufig, dass Sie in sozialen Netzwerken von vermeintlichen Singles angeschrieben werden. In den Nachrichten werden bspw. freizügige Fotos oder ähnliches versprochen. Dafür müsse man sich jedoch auf einem Portal „kostenlos“ anmelden. 

Ohne etwaige Kosten wahrzunehmen, fallen offenbar viele auf die Masche herein und geben auf den Plattformen die eigenen Daten ein. Ob auch das Portal youporn.dating diese Masche nutzt, konnte ich allerdings bisher nicht verifizieren.

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Beides ist in den meisten Fällen keine gute Idee — ich erkläre Ihnen, warum, und was der richtige Weg ist.

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Wer Mahnungen und Inkassobriefe ignoriert, riskiert, dass aus einer zweifelhaften Forderung ein gerichtlicher Mahnbescheid wird. Ab dem Moment zählt nicht mehr, ob die Forderung berechtigt war, sondern nur noch, ob Sie rechtzeitig Widerspruch eingelegt haben.

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Wer unter Druck zahlt, ohne die Forderung zu prüfen, finanziert im schlimmsten Fall unseriöse Anbieter. Außerdem signalisieren Sie mit einer Zahlung, dass Sie zahlungsbereit sind — und stehen schnell wieder auf der Liste für die nächste Rechnung oder eine ungewollte Vertragsverlängerung.

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Häufige Fragen zu Corebytes S.A.R.L AU

Corebytes S.A.R.L AU ist ein Unternehmen mit Sitz in Leicester, das Dating-Portale und Online-Kurse betreibt. Bekannt ist die Firma vor allem durch den sogenannten 'Womanizer Kurs'. Viele meiner Mandanten erhalten Mahnungen von diesem Anbieter, ohne sich bewusst für ein kostenpflichtiges Abo angemeldet zu haben.
Oft entstehen solche Forderungen durch unbeabsichtigte Vertragsabschlüsse bei Dating-Portalen oder Online-Kursen. Möglicherweise haben Sie sich für etwas vermeintlich Kostenloses registriert oder ein verstecktes Abo wurde aktiviert. Auch irreführende Werbung auf anderen Webseiten kann zu ungewollten Verträgen führen.
Ob die Forderung berechtigt ist, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Aus meiner Erfahrung sind solche Dating-Abo-Forderungen häufig rechtlich angreifbar - etwa wegen fehlender textlicher Bestätigung nach § 312j BGB oder irreführender Geschäftspraktiken. Eine anwaltliche Prüfung lohnt sich daher oft.
Das rate ich nicht. Mit einer Zahlung erkennen Sie die Forderung an, auch wenn sie unberechtigt sein könnte. Zudem besteht bei Abo-Modellen die Gefahr weiterer Abbuchungen. Sinnvoller ist es, die Forderung zunächst anwaltlich prüfen und zurückweisen zu lassen.
Ignorieren ist keine Lösung. Aus Mahnungen kann ein gerichtlicher Mahnbescheid entstehen, gegen den Sie binnen 14 Tagen Widerspruch einlegen müssen. Versäumen Sie diese Frist, wird die Forderung vollstreckbar - unabhängig davon, ob sie ursprünglich berechtigt war.
Den Festpreis sehen Sie oben in den beiden Optionen-Karten. Mit dem Musterschreiben können Sie die Forderung selbst zurückweisen. Bei Beauftragung übernehme ich die komplette Kommunikation mit Corebytes S.A.R.L AU - kein Abo, keine versteckten Kosten.
Der weitere Verlauf hängt vom Einzelfall ab. In vielen Fällen reagiert die Gegenseite nach wenigen anwaltlichen Schreiben nicht weiter - Garantien gibt es darüber aber nicht. Sollte dennoch ein Mahnbescheid kommen, lege ich fristgerecht Widerspruch ein.
Eine Kündigung sollten Sie per Brief mit Einschreiben (ggf. mit Rückschein) versenden - nur so haben Sie einen gerichtsfesten Nachweis. Parallel empfehle ich, die ursprüngliche Forderung rechtlich prüfen zu lassen, da eine Kündigung das Bestehen des Vertrags anerkennt.
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