Hilfe bei ungewollten Abos

Rechnungen der Mediapool & friends UG abwehren

Rechnung und Mahnung Mediapool & friends UG für "Verbotene Frauen". Erfahrener Rechtsanwalt hilft schnell und kompetent inkl.

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Mediapool & Friends UG – Ratgeber von Kanzlei Hoffmann

Mediapool & friends UG - Rechtsanwalt hilft

Rechnung oder Mahnung von der Mediapool & friends UG für ein Abo auf VerboteneFrauen, SexyDate oder einem ähnlichen Portal erhalten? Hier erfahren Sie, was Sie dagegen tun können.

Rechnung der Mediapool & friends UG für Mitgliedschaft im Datingportal

Beispielrechnung für VerboteneFrauen

Häufig sind die Betroffenen völlig überrascht, wenn Sie eine Rechnung der Mediapool & friends UG per Post oder per E-Mail erhalten.

Auf den Rechnungen des Unternehmens werden meist Mitgliedsbeiträge für 12 Monate berechnet. Die Gesamtsumme beläuft sich dabei zunächst meist auf .

Höchst ungewöhnlich ist, dass auf den Rechnungen zum Teil Fotos der Rechnungsempfänger aufgedruckt sind. Dieses unter datenschutzrechtlichen Aspekten höchst fragwürdige Vorgehen soll ganz offensichtlich den Druck auf die Rechnungsempfänger erhöhen, den Zahlungsaufforderungen Folge zu leisten.

Außerdem heißt es auf den Rechnungen, man habe eine Zusammenfassung der Bestellung per E-Mail, an die Handynummer und per Post erhalten.

Wird nicht gezahlt, folgen SMS-Nachrichten der Mediapool & friends UG

SMS-Nachricht von SexyDate

Werden die Rechnungen nicht innerhalb der Frist ausgeglichen, folgen häufig SMS-Nachrichten, die den Druck offenbar erhöhen sollen. 

Dabei wird auch damit gedroht, dass eine Klage eingereicht wird. Der Kundenservice der Mediapool & friends UG bietet dafür großzügig Hilfe über WhatsApp  an. In einigen Fällen wird den Betroffenen dann gegen Zahlung einer einmaligen Gebühr, den angeblichen Vertrag sofort aufzulösen. 

Besonders kurios ist, dass den Mahnungen zum Teil ein Dokument mit der Überschrift „Interne Verwendung“ beigefügt, ist, auf dem vermerkt ist, dass die Sache einem Inkassounternehmen übergeben und eine Klage vorbereitet werden soll. Zudem werde ein Eingehungsbetrug bei der Polizei durch die Rechtsabteilung geprüft.

Mahnschreiben von INKASSOVONMORGEN – CLAIM Rechtsanwalts GmbH

Lässt man sich von diesen Drohszenarien nicht einschüchtern, erhalten die Betroffenen im nächsten Schritt häufig Zahlungsaufforderungen von InkassoVonMorgen” (siehe dort für weitere Informationen). Dahinter verbirgt sich die CLAIM Rechtsanwalts GmbH aus Köln. Unterschrieben sind die Mahnschreiben von Rechtsanwalt Oliver Lüsgens. Die CLAIM Rechtsanwalts GmbH verlangt in der Regel 1.080,16 € für eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten bei SexyDate. 

Über die Mahnung der CLAIM Rechtsanwalts GmbH habe ich auch bereits etwas bei Anwalt.de geschrieben.

So kommt es zu den Rechnungen der Mediapool & friends UG

Doch wie kommt es überhaupt zu den Rechnungen der Mediapool & friends UG und sind diese tatsächlich berechtigt? Meine Recherche hat Erstaunliches zum Vorschein gebracht.

Startseite Mediapool & friends UG

Auf den ersten Blick wirken die Startseiten der Mediapool & friends UG wie viele andere Singlebörsen, wie es sie Tausendfach im Internet gibt. 

Dort heißt es etwa: „Singles warten auf dich – Online Dating mit unserer Singlebörse“. Auf der Seite werden dem Besucher ausschließlich Bilder von Frauen gezeigt, die man auf der Plattform offenbar kennen lernen können soll. Bereits hier könnte man sich die Frage stellen, warum eigentlich keine Bilder von männlichen Personen angezeigt werden.

Offenbar soll eine klare Zielgruppe angesprochen werden. Wenn allerdings ausschließlich Männer angesprochen werden, bleibt fraglich, wie die weiblichen Mitglieder auf die Plattform gelangt sind. Wenig erstaunlich ist es daher, dass fast ausschließlich männliche Personen meine Hilfe gegen die Mediapool & friends UG benötigen. Daraus könnte man schließen, dass Frauen entweder keine Probleme mit dem Unternehmen haben oder aber gar keine echten Frauen auf den Plattformen des Unternehmens angemeldet sind.

In der Leistungsbeschreibung der Webseite heißt es jedenfalls, dass der Service Kontaktmöglichkeiten zu real existierenden gleichgesinnten Frauen, Paaren und Männern, die unter Umständen neue Partner kennen lernen möchten, bietet. Um sich anzumelden, muss man seine Telefonnummer, eine E-Mail-Adresse und eine Anschrift angeben. Außerdem muss man sein Geburtsdatum eintragen.

Gesamtkosten in Höhe von 1.066,56 € aber 14 Tage Schnupperphase

Hand mit Geldscheinen

Bezahlen kann man nur per Rechnung. Die Laufzeit beträgt immer 24 Monate. Offenbar damit man von den genannten Kosten (1.066,56 €) nicht abgeschreckt wird, wird an zahlreichen Stellen auf eine Schnupperphase von 14 Tagen hingewiesen. 

So heißt es unter der Überschrift „Wichtig“: „Jedes neue Mitglied hat eine 14tägige SchnupperPhase (unabhängig von der Widerrufsbelehrung). Wir wollen mit unserem Portal punkten und geben Dir daher noch diesen Bonus hier.“ Was genau dies allerdings heißen soll, bleibt an dieser Stelle unklar. Unter dem Punkt „Gebühren“ heißt es dazu: „Innerhalb der ersten 14 Tage beginnen (Anmerkung des Autors: gemeint ist offenbar „beginnend“) mit dem Tag der Anmeldung, haben alle unsere Mitglieder ein so genannte “SchnupperPhase”. Innerhalb dieser Phase kann jederzeit der Vertrag ungeachtet der gesetzlichen Widerrufsbedingungen und des etwaigen Verzichts auf ein Widerruf, ohne jegliche Angabe von Gründen beendet werden.“ Fraglich bleibt allerdings, ob für diese Schnupperphase dennoch Kosten berechnet werden. Eine klare Aussage dazu gibt es jedenfalls nicht.

Ebenfalls unter der Überschrift „Gebühren“ findet sich noch ein weiterer wichtiger Punkt des Geschäftsmodells der Mediapool & friends UG. Dort heißt es, dass die Rechnung für den ersten Monat erst 15 Tage nach der Anmeldung erstellt wird – somit genau einen Tag, nach dem das gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsrecht und die „Schnupperphase“ abgelaufen sind. Würde man die Rechnung vorher erhalten, würden wahrscheinlich viele der Nutzer daran erinnert werden, die Mitgliedschaft zu kündigen.

Das passiert, wenn man bei SexyDate auf „Jetzt kostenpflichtig Mitgliedschaft kaufen“ klickt

Doch was genau passiert eigentlich, wenn man auf den Button „Jetzt kostenpflichtig Mitgliedschaft kaufen“ klickt? Wer glaubt, direkt Zugang zu einem Datingportal zu haben, sieht sich getäuscht. Mein Test bei der Webseite SexyDate, die ebenfalls von der Mediapool & friends UG betrieben wird, lassen mich daran zweifeln, ob überhaupt funktionstüchtige Portale existieren (Stand September 2021). 

Nicht ungewöhnlich bei Datingportalen dieser Art ist es, dass man zunächst einige Angaben zur eigenen Person machen muss, um das eigene Profil zu erstellen. Bei SexyDate gestaltet sich dies jedoch überaus kompliziert. 

Nach der Anmeldung erhält man zunächst eine SMS-Nachricht von „Julia“ auf die Rufnummer, die man zwingend bei der Anmeldung angeben muss. Julia schreibt in der Nachricht: „Bitte jetzt hier klicken und Profil bestätigen, damit wir flirten können.“

Anschließend wird man aufgefordert, ein Profilbild aufzunehmen. Ist auch dieser Schritt erledigt, wird einem ein kurzes Video von der angeblichen Julia angezeigt. Darin sagt Julia: „Hi, mein Lieber! Ich bin die Julia und ich helfe Dich hier, die heißesten Frauen kennenzulernen (Anmerkung des Autors: Ja, sie sagt tatsächlich „Dich“). Sag mir auf welche Art von Frau Du stehst und in welcher Stadt Du sie haben möchtest“.

Abgesehen von der fragwürdigen Formulierung, dass man eine Frau in einer Stadt „haben möchte“, kann man sich spätestens hier die Frage stellen, warum man plötzlich nur noch Frauen kennenlernen kann. In der Leistungsbeschreibung auf der Startseite hieß es schließlich, man könne Frauen, Paare und Männer kennenlernen. Danach ist es offenbar zwingend erforderlich, ein Video aufzunehmen, welches mindestens vier Sekunden lang sein muss.

Ist dies erledigt, hört man eine weitere Nachricht von Julia, die einem erklärt, dass man nun 14 Tage Zeit hätte, alles “ausgiebig zu testen”. Falls es einem doch nicht gefallen sollte, könne man ganz einfach per E-Mail oder mit nur einen Klick kündigen.

Keine Zugangsdaten, keine E-Mail-Bestätigungen, kein Datingportal?

Ein Zugang zu dem Portal von SexyDate war bis zu diesen Zeitpunkt allerdings nicht möglich. Auch die Möglichkeit, ein Passwort festzulegen, wurde bis zu diesem Schritt der Anmeldung nicht eröffnet. Höchst ungewöhnlich ist zudem, dass ich bis zum heutigen keinerlei Bestätigung über die Anmeldung per E-Mail erhielt. Eine Anfrage beim Support nach den Zugangsdaten blieb ebenso unbeantwortet wie die Funktion “Passwort zurücksetzen”.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Mediapool & friends UG hohe Rechnungen stellt, es mir bei meinem Test aber nicht gelungen ist, jemals Zugriff auf das Portal zu erhalten. Ich stelle mir daher die Frage, ob es die angebliche Singbörse überhaupt gibt. Ein Beweis dafür hat Mediapool & friends UG bis heute nicht erbracht. 

Tatsächlich habe ich beim Durchlaufen des Anmeldeprozesses eher den Eindruck, dass sämtliche Daten (insbesondere die Fotos und Videos) lediglich dafür gesammelt werden, um später Druck mit Inkassounternehmen und Anwälten zu machen. 

Vorsicht vor dem „Antrag auf Kulanzregelung“ der Mediapool & friends UG

Kulanzantrag der Mediapool & friends UG

In einigen Fällen übersendet die Mediapool & friends UG den Betroffenen einen „Antrag auf Kulanzregelung“, wenn man sich gegen die Rechnungen zur Wehr setzt. Für viele scheint dies zunächst ein guter Weg, um die Sache schnell aus dem Vertrag mit der Mediapool & friends UG zu kommen. Ich kann allerdings nur davor warnen, einen solchen „Antrag auf Kulanzregelung“ zu unterschreiben.

Denn zum einen stellt man lediglich einen Antrag, d. h. man äußert seinen Willen, den Vertrag zu stornieren. Dieser „Antrag“ muss aber keinesfalls von der Mediapool & friends UG angenommen werden. Noch viel schlimmer ist jedoch, dass man bei Unterschreiben des Antrages eingesteht, dass man über alle „Rechte, Pflichten und Kosten“ informiert worden sei und auch auf das Widerrufsrecht verzichtet habe. Das Dokument stellt somit ein klassisches Schuldeingeständnis dar. Dies kann Ihnen vor allem dann zum Nachteil gereichen, wenn dieser „Antrag“ von der Mediapool & friends UG nicht angenommen wird. Denn in diesem Fall hätten Sie zugegeben, dass Sie sich wirklich auf der Seite angemeldet und wissentlich einen Vertrag abgeschlossen haben.

Das können Sie tun, wenn Sie Probleme mit der Mediapool & friends UG haben

Wenn Sie ebenfalls Probleme mit der Mediapool & friends UG haben, finden Sie hier zwei Möglichkeiten, was Sie tun können.

Die erste Mögli

Was Sie jetzt tun können:

Was tun?

Ignorieren oder bezahlen?

Beides ist in den meisten Fällen keine gute Idee — ich erkläre Ihnen, warum, und was der richtige Weg ist.

×
Ignorieren

Wer Mahnungen und Inkassobriefe ignoriert, riskiert, dass aus einer zweifelhaften Forderung ein gerichtlicher Mahnbescheid wird. Ab dem Moment zählt nicht mehr, ob die Forderung berechtigt war, sondern nur noch, ob Sie rechtzeitig Widerspruch eingelegt haben.

×
Einfach bezahlen

Wer unter Druck zahlt, ohne die Forderung zu prüfen, finanziert im schlimmsten Fall unseriöse Anbieter. Außerdem signalisieren Sie mit einer Zahlung, dass Sie zahlungsbereit sind — und stehen schnell wieder auf der Liste für die nächste Rechnung oder eine ungewollte Vertragsverlängerung.

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Häufige Fragen zu Mediapool & Friends UG

Die Mediapool & Friends UG ist ein Unternehmen aus Leipzig, das Dating-Plattformen betreibt. Aus den verfügbaren Informationen geht hervor, dass sie unter anderem die Seite 'Verbotene Frauen' anbieten. Viele Mandanten wenden sich an mich, weil sie Rechnungen oder Mahnungen von diesem Anbieter erhalten haben.
Typischerweise passiert das nach der Anmeldung auf einer Dating-Plattform. Oft sind sich Nutzer nicht bewusst, dass sie einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen haben, oder die Kostenpflicht war nicht ausreichend deutlich erkennbar. Manchmal erfolgt auch eine automatische Vertragsverlängerung, die übersehen wurde.
Ob die Forderung berechtigt ist, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Aus meiner Erfahrung bestehen häufig formale Mängel bei der Vertragsgestaltung von Dating-Portalen. Besonders die Bestell-Button-Pflicht nach § 312j BGB wird oft nicht ordnungsgemäß umgesetzt, was den Vertrag unwirksam machen kann.
Das rate ich nicht. Durch eine Zahlung erkennen Sie die Forderung an und können später nur schwer dagegen vorgehen. Besser ist es, die Forderung zunächst anwaltlich prüfen zu lassen. In vielen Fällen lohnt sich eine Zurückweisung, weil rechtliche Mängel beim Vertragsschluss bestehen.
Ignorieren ist riskant. Die Firma kann die Forderung an ein Inkassobüro abgeben oder einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen. Bei einem Mahnbescheid haben Sie nur 14 Tage Zeit für den Widerspruch. Versäumen Sie diese Frist, wird die Forderung vollstreckbar — unabhängig von ihrer ursprünglichen Berechtigung.
Den Festpreis sehen Sie oben in den beiden Optionen-Karten. Sie können zwischen einem Musterschreiben für die eigenständige Zurückweisung oder der vollständigen anwaltlichen Betreuung wählen. Es entstehen keine versteckten Kosten oder Abo-Gebühren.
Der weitere Verlauf hängt vom Einzelfall ab. In vielen Fällen reagiert die Gegenseite nach wenigen anwaltlichen Schreiben nicht weiter — Garantien gibt es darüber aber nicht.
Bei Verbraucherverträgen besteht grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht nach § 312g BGB. Wurde dieses nicht ordnungsgemäß belehrt, kann sich die Frist verlängern. Eine Kündigung ist je nach Vertragslaufzeit möglich. Ich prüfe, welche Option in Ihrem Fall die beste ist und setze sie entsprechend um.
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Sie müssen sich nicht allein mit Mediapool & Friends UG auseinandersetzen. Schreiben Sie mir kurz — ich schaue mir Ihren Fall an und sage Ihnen, wie wir am besten vorgehen.